Nach einiger Zeit melde ich mich endlich zurück mit einem Beitrag. Wie einige von euch vielleicht mitverfolgen konnten, bin ich in den letzten vier Wochen umgezogen und habe kirchlich geheiratet. Beides, im Einzelnen betrachtet, wunderschöne und spannende Ereignisse. Zusammen fällt mir da nur ein Wort ein: Stress. Wer also vorhat, zwei solche große Dinge zu planen, legt es nicht auf eine Woche. 😉 Eigentlich war mir das ja vorher irgendwie schon klar, aber der Termin für die Hochzeit stand ja schon eine Weile, und nachdem wir endlich eine schöne neue Wohnung gefunden hatten, wollte ich einfach nicht länger mit dem Umziehen warten. Wie dem auch sei, die Hochzeit war traumhaft, die neue Wohnung ist es auch. Aber die Zeit zum Schreiben hatte ich dadurch in den letzten Wochen leider gar nicht, auch wenn ich sie gern gehabt hätte.

Nun aber. Vier Wochen später ist so langsam die Normalität eingezogen. Die letzten Kartons sind ausgepackt, hier und da müssen noch ein paar Sachen angebracht werden und unsere Hochzeitsbilder haben wir auch schon. Es war also mal wieder Zeit, etwas Großes zu unternehmen.

Mein Festivalsommer 

Und wie könnte man das im Sommer besser machen als auf einem Festival. Ich bin wirklich ein großer Fan von Festivals. Die Stimmung dort und das ganze Drumherum sind einfach genau meins. Umgeben von glitzernden Menschen, tanzenden Einhörnern, trinkenden Powerrangers oder einfach nur vielen Menschen, die viel Spaß haben und Musik lieben. Eines meiner absoluten Favoriten ist das Melt Festival und genau auf dem war ich letztes Wochenende zum sechsten Mal.

image

Ich muss zugeben, dass ich vor der Ankunft im Ferropolis bei Gräfenhainichen nicht einen Blick in das Line Up geworfen habe. Das liegt aber ganz einfach daran, dass ich gerade zum Melt gehe, weil es dort eine große Anzahl von Acts gibt, die ich wirklich noch nie in meinem Leben gehört habe. Aber genau das mag ich so am Melt, dass dort (nicht ausschließlich) die großen und bekannten Bands auftreten, sondern man zufällig gerade irgendwo sitzt und die Musik toll findet, egal, wer da vorn gerade steht. Besonders am Nachmittag finde ich das ganz spannend. Bei schönem Wetter, und das hatten wir am Wochenende, läuft man über das Gelände, vorbei an alten Kränen vom ehemaligen Tagebau, isst irgendwas von den unzähligen, richtig guten, Essenständen und lauscht unbekannten Musikklängen.

Glücklicherweise sind das Melt sowie das Splash und das Sputnik Spring Break jeweils nur ungefähr 20 Minuten von meinem Elternhaus entfernt. Ich bin also, zumindest was diese drei Festivals angeht, kein „richtiger“ Festivalgänger. Das heißt: ich schlafe im eigenem Bett, ich dusche und muss dafür keine Stunde anstehen (und das zu jeder Tages- oder Nachtzeit), ich muss nicht im Zelt frieren und ich kann gemütlich am Frühstücks- und Mittagstisch sitzen, bevor es dann am späten Nachmittag wieder zum Festival geht. Ab und zu mag ich das ja auch, das Ding mit dem Zelten und den zerknitterten Sachen und dem Dosenessen, aber bei einem Festival, bei dem der Nachhauseweg so kurz ist, kann ich das einfach nicht mit mir vereinbaren, dort zu bleiben. 😉 Bei Festivals, die weiter weg sind, wie zum Beispiel dem Tomorrowland in Belgien, dem Sonne, Mond und Sterne an der Bleilochtalsperre oder dem Parookaville (wie es dort am Wochenende war, lest ihr übrigens hier), würde ich natürlich auch Zelten und nicht im Hotel schlafen. Denn gerade die Zeltplatzpartys sind ja bekanntlich die besten.

Ein ganz großes Lob, wenn man das so sagen kann, geht auf jeden Fall an all die tollen Essenstände beim Melt. Diese sind, mit wirklich ein paar ganz kleinen Ausnahmen, richtig gut. Ich spreche hier nicht von normalen Buden, die man auf jedem Rummel oder auch auf vielen anderen Festivals sieht, sondern von leckerem und teilweise ausgefallenem Essen. Gerade beim Melt oder Splash gibt es auch eine große Auswahl für die Veganer oder Vegetarier unter uns, aber auch für alle, die Fleisch lieben, ist etwas dabei. Ich war zum Beispiel total verliebt in Pommes Pervers. Hier konnte man verschiedene Pommesgerichte bestellen, die die unterschiedlichsten Sachen als Belag hatten. Neben Bolognese Pommes und Co. habe ich mich für eine Variante mit Chili und Cheese entschieden und es war ein Traum. Als Nachtisch noch eine Waffel mit Puderzucker, Sahne und Kirschen oder Nutella und man kann gestärkt in die Nacht tanzen. Bei so einem guten Angebot an Essen wechsele ich immer zwischen: Herzhaft – süß – herzhaft – süß – Wasser zum Nachspülen – herzhaft …! Kalorien zählen ist bei solch einer Auswahl also fehl am Platz. 😉

Ich habe für euch noch ein paar Bilder vom Wochenende. Beim Ansehen fange ich gleich nochmal an zu träumen und freue mich schon wieder auf das nächste Jahr und alle tollen Festivals, die in diesem Jahr noch kommen.

Welche Festivals gefallen euch denn besonders gut? Vielleicht steht dann das eine oder andere im nächsten Jahr zusätzlich in meinem Kalender.

image

image

image

image

image

image

image

image

image